Die Art und Weise, wie eine Frage gestellt wird, spielt eine große Rolle in der öffentlichen Debatte. Diese unterschätzte Dimension der insbesondere zeitgenössischen Diskussionen erklärt viele ihrer Ausgänge. Verwirrung hat der Ideendebatte in letzter Zeit viel Schaden zugefügt.
Die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts war von mindestens zwei großen Ereignissen geprägt: dem massiven Rückgang der traditionellen religiösen Praxis und dem Aufkommen der Konsumgesellschaft. Eines hat sich jedoch nicht geändert: die menschliche Natur.
Die militante Rede, dass Frauen in der Schweiz aufgrund von Lohndiskriminierung bis Mitte Februar «umsonst» arbeiten würden, wurde wieder einmal in der Presse verbreitet. Studien belegen jedoch, dass der Unterschied bei zwei gleichen Stellen verschwindend gering ist.
In Frankreich hat die Ernennung von Gabriel Attal zum Premierminister zu homophoben Bemerkungen von LGBT-Aktivisten geführt. Sie seien antiuniversalistisch und illiberal und könnten es nicht tolerieren, wenn ein «Mitglied der Gemeinschaft» andere Ideen oder Einstellungen habe als sie selbst.
Die jüngste Wahl von Javier Milei zum argentinischen Staatspräsidenten offenbart die Grenzen der Bezeichnung ’rechtsextrem«. Zwischen Widersprüchen und Ungenauigkeiten gilt es, die Relevanz dieses politischen Etiketts zu hinterfragen, das eher infam als informativ geworden ist.
Die selektive Empörung über den Nahen Osten ist abscheulich. Das am weitesten verbreitete Beispiel für dieses Phänomen? Die pro-palästinensische und vor allem antiisraelische Musik, die mit jedem Beitrag - und jedem Schweigen - ihrer eigenen Sache schadet.
Ausgabe feiern wir den Pluralismus und seine Begleiterscheinungen wie Toleranz und Meinungsfreiheit. Bei der Gründung von «Regard Libre» hätten wir uns nicht vorstellen können, wie sehr diese Schlüsselbegriffe unserer Zeitschrift verteidigt werden müssen.
Die schädlichste Wirkung von Drogen besteht darin, dass sie uns glauben machen, alles andere sei nicht wirklich interessant, obwohl genau das Gegenteil der Fall ist. Um die Versuchung der Substanzen zu bekämpfen, müssen wir uns für das Staunen einsetzen. Für den Geschmack des Geschmacks.
Unsere Gesellschaft ist gesättigt mit Richtlinien, die darauf abzielen, unser Handeln zu lenken. Wir müssen unsere Autonomie bewahren, indem wir verantwortungsbewusste Erwachsene bleiben, d. h. frei und selbstbewusst.