Etikett: Vorurteile gegenüber Philosophen
Adam Smith zwischen Egoismus und Altruismus

Adam Smith zwischen Egoismus und Altruismus

Jeden Monat stellt Ihnen Le Regard Libre einen Philosophen vor, dessen Denken sich von bestimmten Klischees, die über ihn kursieren, unterscheidet oder sogar im Gegensatz dazu steht. In diesem Artikel erklärt der Philosophiehistoriker Daniel Schulthess, inwiefern Adam Smiths berühmtes Konzept der «unsichtbaren Hand» ihn zu einem der Väter der Wirtschaftswissenschaften und des liberalen Denkens macht. Unser Gastautor zeigt aber auch, dass Smith in seinem Werk ein anderes Menschen- und Gesellschaftsbild entwirft als die heutigen Vertreter des «Neoliberalismus», wie er in diesem Vortrag definiert wird.
Schopenhauer, ein verbitterter Pessimist?

Schopenhauer, ein verbitterter Pessimist?

LANGARTIKEL, Danilo Heyer | Oft hört man diesen Spruch: «Man darf weder Pessimist noch Optimist sein, sondern muss Realist sein!» Nun gut, hüten wir uns davor, die Zukunft zu beschönigen. Dennoch erweist sich diese Haltung als völlig unzureichend für denjenigen, der wissen möchte, ob die Welt im Wesentlichen gut oder böse ist; ob das Leben lebenswert ist; ob die Existenz sich rechtfertigen lässt. Dazu müsste man ein metaphysisches Urteil fällen, wozu dieser Realismus jedoch nicht in der Lage ist. Man kennt Arthur Schopenhauer, diesen deutschen Philosophen des 19. Jahrhunderts, vor allem für seinen radikalen Pessimismus. Hat er der Welt jedoch wirklich nur eine Philosophie eines verbitterten Menschen geboten, wie manchmal behauptet wird? Eine aufmerksame Lektüre offenbart eine überraschende Mischung aus Pessimismus und Optimismus im Kern einer praktischen Philosophie, die sich als klar und für jeden Einzelnen von großem Nutzen erweist. Ist Glück letztendlich doch erreichbar?

Nietzsche, der Dichter des Morgens, der singt

LONG FORMAT ARTIKEL, Enzo Santacroce | Nietzsche, der facettenreiche Philosoph, wurde sowohl von der Nazi-Ideologie als auch von den anarchistischen Kräften unter den Studenten des Mai 68 vereinnahmt und missbraucht. Wie ist es zu erklären, dass das Denken dieses brillanten Geistes von Braun und Rot beherrscht wurde? Die bruchstückhaften und bewusst schockierenden Äußerungen des deutschen Philosophen haben sicherlich dazu beigetragen, ihn in Missverständnissen zu verankern. Seine klare Kritik an einer westlichen Gesellschaft, die ohne Transzendenz lebt, ist jedoch hochaktuell, da der einzig akzeptable Wert heutzutage die Gesundheit ist, die als die Vernichtung des Leidens verstanden wird. Nietzsche war sich dieses Niedergangs sehr früh bewusst und entwickelte eine tonische Antwort, die sich auf den Willen stützt, der im Körper zum Ausdruck kommt, der endlich in seiner begehrenden Dimension rehabilitiert wird.
Die Philosophie hat mehr zu bieten als eine zusätzliche Seele

Die Philosophie hat mehr zu bieten als eine zusätzliche Seele

Jeden Monat nimmt ein Gastautor ein Klischee über einen Philosophen unter die Lupe. In diesem Artikel geht es um ein Vorurteil, das über die Philosophie selbst herrscht. Um zu verstehen, was die Philosophie ist und wozu sie dient, muss man mit zwei Klischees aufräumen, die über sie kursieren: Das erste betrifft ihren Gegenstand, das zweite ihre Methode.
Hegel: Ein autoritärer oder ein liberaler Staat?

18 | Hegel: Ein autoritärer oder liberaler Staat?

Jeden Monat stellt Ihnen Le Regard Libre einen Philosophen vor, dessen Denken sich von den Klischees, die über ihn kursieren, unterscheidet oder sogar im Gegensatz dazu steht. Der Historiker Olivier Meuwly macht den Anfang und vertritt die Ansicht, dass Georg Wilhelm Friedrich Hegel kein Befürworter eines autoritären Staates ist. Ganz im Gegenteil: Unser Gastredakteur erkennt einige theoretische Grundlagen des Liberalismus im Herzen des Hegelschen Systems. Selbst die direkte Demokratie ist laut dem Historiker kein Fremdwort in der Vision des Deutschen.