«Das Streben nach Idealen: Melancholie als Nostalgie
Das Streben nach dem Ideal © Quentin Perissinotto für Le Regard Libre
Cyrille Bertrand, ein verträumter Mittzwanziger, stellt sich ein Leben voller Literatur, Sinnlichkeit und Abenteuer vor. Stattdessen wird er von einem Nebenjob zum nächsten und von einer Desillusionierung zur nächsten getrieben. Und er versteht seine wohlmeinende Zeit nicht.
Sowohl im Berufsleben als auch im Umgang mit Frauen fühlt sich Cyrille ausgegrenzt, unbeholfen, fast überflüssig. Er glaubte, dass ein Job – auch wenn er weder glanzvoll noch verdienstvoll ist – ihn in den großen Reigen der Gesellschaft integrieren und ihm Zeit geben würde, sich zu entfalten. Doch die Banalität seines Alltags zieht ihn unaufhaltsam in die Mittelmäßigkeit des Daseins hinein. Während er unermüdlich über seine Tristesse nachgrübelt, ohne jedoch ernsthaft zu versuchen, sich davon zu lösen, sieht Cyrille seine Rettung durch die Vermittlung eines alten Freundes kommen. Dieser teilt ihm mit, dass eine Stelle im Kulturministerium wie für ihn geschaffen sei. Im Handumdrehen ist er als Assistent eingestellt
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