Geschichte Analyse

Der Nationalheld - ein helvetisches Trauma?

8 Leseminuten
geschrieben von Olivier Meuwly · 01 August 2025 · 0 Kommentare

Die Schweiz mag keine Helden, vor allem nicht ihre eigenen. Das ist an sich nicht schlimm. Es sei denn, es läuft darauf hinaus, den Einzelnen aus der Geschichte auszuschließen und damit Gefahr, sie unverständlich zu machen. In diesem Sinne täte dieses Land gut daran, sich seine großen Figuren wieder anzueignen.

Hat die Schweiz ein Problem mit Persönlichkeiten, die ihre Geschichte prägen? Wenn es darum geht, Persönlichkeiten zu benennen, die das Ideal der Eidgenossenschaft verkörpern könnten, fallen mehr oder weniger spontan zwei Namen. In diesem Fall zwei Soldaten: General Guillaume-Henri Dufour und sein entfernter Nachfolger Henri Guisan. Zwei Romands, was ebenfalls Fragen aufwirft. Ist der Deutschschweizer von Natur aus spaltender? Im militärischen Bereich, wo sich die Personen konzentrieren, in die die Schweizer ihre Visionen für ihr Land einbringen könnten, gibt es keinen Zweifel. Eine unumstrittene Berühmtheit der Schweizer Geschichte, for

Dieser Inhalt ist unseren Abonnenten vorbehalten.

Wenn Sie ein Konto haben, loggen Sie sich ein. Ansonsten entdecken Sie unsere verschiedenen Abonnements und erstellen Sie ein Konto ab CHF 2.50 im ersten Monat.
Olivier Meuwly
Olivier Meuwly

Juriste et historien, spécialiste du XIXe siècle helvétique et des partis politiques suisses, Olivier Meuwly contribue au Regard Libre en qualité d'invité de la rédaction.