Der Nationalheld - ein helvetisches Trauma?
Die Schweiz mag keine Helden, vor allem nicht ihre eigenen. Das ist an sich nicht schlimm. Es sei denn, es läuft darauf hinaus, den Einzelnen aus der Geschichte auszuschließen und damit Gefahr, sie unverständlich zu machen. In diesem Sinne täte dieses Land gut daran, sich seine großen Figuren wieder anzueignen.
Hat die Schweiz ein Problem mit Persönlichkeiten, die ihre Geschichte prägen? Wenn es darum geht, Persönlichkeiten zu benennen, die das Ideal der Eidgenossenschaft verkörpern könnten, fallen mehr oder weniger spontan zwei Namen. In diesem Fall zwei Soldaten: General Guillaume-Henri Dufour und sein entfernter Nachfolger Henri Guisan. Zwei Romands, was ebenfalls Fragen aufwirft. Ist der Deutschschweizer von Natur aus spaltender? Im militärischen Bereich, wo sich die Personen konzentrieren, in die die Schweizer ihre Visionen für ihr Land einbringen könnten, gibt es keinen Zweifel. Eine unumstrittene Berühmtheit der Schweizer Geschichte, for
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