Die «große Konvergenz»: Globale Gleichheit und ihre Nachteile
In der Schweiz ist die Einkommensungleichheit seit 1930 stabil.
Seit der Jahrhundertwende nehmen die Einkommensunterschiede weltweit ab. In China, Indien, Russland, den USA und innerhalb der europäischen Länder - nicht aber in der Schweiz - nimmt die Einkommensungleichheit jedoch zu. Erklärungen für ein neuartiges Phänomen, das sich fortsetzen wird.
Der Originalartikel von Branko Milanovic erschien in englischer Sprache in der amerikanischen Zeitschrift Foreign Affairs. Le Regard Libre hat ihn mit einer Ergänzung über die Schweiz versehen.
Wir leben in einer Zeit, die von Ungleichheit geprägt ist - das ist zumindest das, was man häufig zu hören bekommt. Überall auf der Welt, vor allem aber in den reichen Volkswirtschaften des Westens, soll die Kluft zwischen den Reichen und den anderen Jahr für Jahr größer geworden sein und sich zu einem Abgrund entwickelt haben, der Ängste verbreitet, Ressentiments schürt und das politische Leben erschüttert. Dieses Phänomen sei die Ursache allen Übels: von der Aszendierung
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