Als Verfechter des Universalismus plädiert der syrische Schriftsteller, der in das Land von Voltaire und Molière geflohen ist, für Vernunft gegen identitäre Auswüchse. Am Donnerstag wird er in Genf sein Werk «Les complices du mal» vorstellen, in dem er den Antisemitismus der Partei France insoumise dokumentiert.
Die USA befinden sich in einer Zeit der tiefen Spaltung. Bei einem Spaziergang durch die Hauptstadt fiel mein Blick auf die Statue von Albert Gallatin: Das Leben dieses Schweizers, der in seinem Geburtsland vergessen wurde, ist eine wertvolle Lektion für das heutige Amerika.
Spätestens seit dem 18. Jahrhundert und Voltaires Aufenthalten in Lausanne und Genf ist der Genferseebogen eine Heimat für viele Intellektuelle, die von seinem beruhigten politischen Klima und der Aussicht auf ein erholsames Leben angezogen werden.
Das Zentrum wendet sich für die Kommunalwahlen 2025 in der Stadt Genf an die Grünliberalen. Abgesehen von der Nähe zwischen den beiden Parteien könnte sich diese Verbindung als fruchtbar erweisen, da jede politische Formation die Schwächen der anderen ergänzt.
Auf der Genfer Buchmesse am 26. März dieses Jahres organisierte «Le Regard Libre» ein Treffen mit Jean-François Braunstein, dem Autor des vielbeachteten Essays „La religion woke“. Dieses Gespräch zog ein großes Publikum an und führte zu einem eindringlichen Erfahrungsbericht einer Studentin.
Die Zürcher Essayistin tunesischer Herkunft Saïda Keller-Messahli, Gründerin des Forums für einen fortschrittlichen Islam, ist besorgt über die Präsenz des Islamismus in der Schweiz und in Europa, der bis in die staatlichen und internationalen Instanzen vordringt. Interview.
DOSSIER «HABEN SIE EUROPA GESAGT?», Quentin Perissinotto | Der Schweizer Schriftsteller Guy de Pourtalès, der zwar die französische Staatsbürgerschaft annahm, aber 1881 in Berlin geboren wurde, war einer der erfolgreichsten Autoren des Gallimard-Verlags, bevor er völlig in Vergessenheit geriet – in Frankreich noch mehr als in der Schweiz. Er war offen für Europa und die Welt, blieb aber gleichzeitig seinen Wurzeln verbunden. Ständig wurde er zwischen verschiedenen Identitäten hin- und hergerissen und bewegte sich am Rande, stand aber zugleich im Zentrum verschiedener sozialer und ideologischer Sphären. In „La pêche miraculeuse“, erschienen 1937, zeichnet Guy de Pourtalès ein Bild der Westschweizer Gesellschaft zu Beginn des Jahrhunderts anhand der Abenteuer eines jungen Genfer Aristokraten, Paul de Villars. Dieser Bildungsroman, ganz in der Tradition von Goethes „Wilhelm Meister“, versetzt uns in die erste Reihe der Umwälzungen des 20. Jahrhunderts, zwischen der Ruhe an den Ufern des Genfer Sees und den Schützengräben des Ersten Weltkriegs.
Leserbriefe – Marco Polli Am Sonntag, dem 15. Mai, hat das Genfer Volk die Reform des … mit 50,83% abgelehnt.
In Genf belegte Pierre Maudet im Rennen um den Staatsrat in der ersten Wahlrunde den zweiten Platz. Seine ehemalige Partei,...