In Neuenburg öffnet das Théâtre du Passage seine Brasserie für den Westschweizer Humor mit dem Boulimy Comedy Mardy. Fünf Künstler wechseln sich dort für eine Stunde roher und komplizenhafter Stand-up-Comedy ab, die von einer starken Nähe zum Publikum getragen wird - trotz eines kontrastreicheren Empfangs in den Kinosälen.
In einem geheimen Theater im Herzen Neuenburgs hat David Charles, wie er mit bürgerlichem Namen heißt, sein drittes Solowerk uraufgeführt. Das Stück «Qu'est-ce que j'ai fait pour en arriver là?» ist eine Mischung aus musikalischer Performance und Stand-Up-Comedy, die ebenso explosiv wie intim ist.
«Es gibt keinen Komödienfilm, der nicht systemkritisch ist; man kann keinen charmanten Komödienfilm drehen.» Das sind die Worte, die eine der größten komödiantischen Persönlichkeiten des Kinos, Jacques Tati, 1979 in einem Interview mit den «Cahiers du cinéma» äußerte. Doch das Komödienkino scheint sich heute gewandelt zu haben: Um systemkritisch zu sein, muss es charmant sein. Eine Analyse.
Nachdem er vor einigen Monaten einen Sketch aus seiner Serie «TOC!» veröffentlicht hatte, die von Le Temps herausgegeben wird und die...
Ein kaleidoskopischer Roman
Muss man ihn sehen? Sicherlich.
Zwei verlorene Charaktere, die sich wiederfinden
Laut dem Soziologen Michel Maffesoli, der am 9. März in der Sendung «Face à l'info» sprach, befinden wir uns an der Kreuzung zweier Epochen; vielleicht kehren wir von einer Zeit der Quantität zu einer Zeit der Qualität zurück. Wenn dies der Fall ist, wird das 21. Jahrhundert vielleicht das Jahrhundert des Romans sein, da nur er in der Lage ist, nicht quantifizierbare Wahrheiten auszudrücken. Frédéric Beigbeders Roman «99 francs», der die Tyrannei der Werbung anprangert und die Trilogie um Octave Parango einleitet, lässt sich in vielerlei Hinsicht - und vielleicht überraschend - nach dieser Auffassung von Roman lesen, nämlich der von Milan Kundera.
Anlässlich der Vorstellung des letzten Teils seiner Trilogie über Octave Parango nimmt uns Frédéric Beigbeder mit auf die Spuren dieses literarischen Doppelgängers und verrät uns seine Kritik an der Diktatur des Lachens und seine Leidenschaft für den Roman.