Da der Liberalkonservatismus ein Erbe verankert, dessen Kern die individuelle Freiheit ist, kann er eher eine kohärente Synthese als einen schwachen Kompromiss bilden. Hier ist eine Skizze, die sich auf Burke, Scruton und Kolnai ebenso stützt wie auf Smith, Tocqueville und Hayek.
In Paris, wo wir ihn lange in dem Viertel seiner Kindheit trafen, liest der Romantikspezialist und Literaturhistoriker Alain Vaillant in zwei Jahrhunderten westlicher Kultur den Aufstieg und dann den Niedergang einer auf das Individuum konzentrierten Zivilisation.
Der Liberalismus hatte zwischen 1830 und 1835 die Gelegenheit, allein zu regieren. Sein Misstrauen gegenüber dem Staat hinderte ihn daran, dieses Experiment fortzusetzen. Seitdem musste er sich verbünden, um seinen Einfluss zu wahren. Aber mit wem?
Etienne-Alexandre Beauregard plädiert in «Anti-civilisation» für einen Konservatismus des Gemeinwohls. Nation, gemeinsame Kultur und der «gewöhnliche Mensch» sind nach Ansicht des 25-jährigen Essayisten aus Quebec die vergessenen Voraussetzungen der liberalen Demokratie.
Die Alpenrepublik hält sich gerne für ein Modell des Liberalismus. Doch zwischen der Klage gegen einem französischen Satireblatt und dem Schweigen der Regierung angesichts der EU-Sanktionen gegen Jacques Baud versagt das Land im Test der Verteidigung der Freiheit.
In ihrer Kolumne kritisiert die amerikanische Ökonomin Deirdre McCloskey die Illusion des Schutzstaates und zeigt, wie das Versprechen von Sicherheit die Freiheit des Einzelnen untergraben kann.
In ihrer Kolumne erklärt die amerikanische Ökonomin Deirdre McCloskey, warum ihrer Meinung nach der moderne Wohlstand weniger vom Kapital als vielmehr von der Freiheit des Einzelnen und der Macht der Ideen herrührt.
Der Liberalismus bleibt für viele ein Konzept mit verschwommenen Konturen. In seinem neuen Buch «On Liberalism» versucht Cass Sunstein, ihn zu definieren, und bringt gleichzeitig seine Bewunderung für einige seiner einflussreichsten Figuren zum Ausdruck.
Liberale haben Formen unbegrenzter Macht, ob monarchisch, revolutionär oder demokratisch, immer misstrauisch beäugt. Diese Autoren waren die energischsten Befürworter einer strikten Begrenzung der Macht, unabhängig davon, wer sie innehat oder wie sie organisiert ist.