Wer regiert die Schweiz? Nicht die Lobbys, das Volk
Das Bundeshaus in Bern. Foto: Pexels
Seit Rousseau werden Lobbygruppen beschuldigt, die Mechanismen einer echten Demokratie zu untergraben, doch sie sind ein wesentlicher Bestandteil dieser Demokratie. Als Teil der von Tocqueville so genannten «Zwischenkörper» ermöglichen sie die Meinungsbildung.
1983 erschien beim Zürcher Verlag Orell Füssli ein Werk, das in der kleinen Schweizer Politikwelt für Aufsehen sorgte. Die Veröffentlichung in französischer Sprache im Jahr darauf bei den Editions 24 heures verstärkt diese Wirkung noch und macht das Buch zu einer bestürzten Schilderung dessen, was aus unserer ehrwürdigen halbdirekten Demokratie geworden sein soll: eine Hochburg einflussreicher Männer, die die gewählten Vertreter fernsteuern und durch diese unaufhörlich das gute Volk manipulieren würden, das an die Urnen gerufen wird, um die Entscheidungen zu bestätigen, die sie in den Salons der Verwaltung getroffen hätten. Nun ist die Ära der geheimen Absprachen angebrochen, die sie mit dem unmittelbaren Umfeld des Bundesrats geschlossen haben sollen. Sein t
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