LONG FORMAT ARTIKEL, Enzo Santacroce | Die Frage nach dem Covid-Zertifikat gleicht der Büchse der Pandora und liefert, sobald sie geöffnet wird, eine Vielzahl komplexer Themen, die unser Verhältnis zur Autorität in Frage stellen. Sie offenbart auch, dass das moderne Denken in Bezug auf die schwierige Frage der Trennlinie zwischen öffentlicher und privater Sphäre, die die Liberalen des 19. Jahrhunderts in ihren Schriften hervorhoben, noch reifen muss. Beispielsweise sprechen die Medien und die allgemeine Meinung gerne von der Mehrheit und der Minderheit, ohne zu sehen, dass letztere in dieser neuen Episode, die das Covid-Zertifikat in der Pandemie-Serie darstellt, tatsächlich bedroht ist. Das erinnert an die Mechanismen der sozialen Stigmatisierung, die in Totalitarismen besonders tragisch sind.
LONG FORMAT ARTIKEL, Clément Guntern | Zu Beginn des neuen Jahrhunderts beginnt sich allmählich eine neue Situation zu etablieren: Der Autoritarismus hat weltweit an Macht gewonnen und die Staaten, die ihn für sich beanspruchen, treten immer brutaler auf. Russland und China verschärfen die Tonlage und drohen jedem mit Vergeltung, der die Lage der demokratischen Grundsätze und der Menschenrechte in ihrem Land kritisiert. Während die Eskalation mit Russland maßvoll bleibt, wird China unruhig, schimpft und sanktioniert. Derzeit begehen diese Staaten vor allem auf ihrem eigenen Territorium immer mehr Verbrechen, aber für Mächte mit globalen Ambitionen ist zu befürchten, dass dies ein exportierbares Modell der Staatsführung sein könnte. Die demokratischen Grundsätze sind nun direkt bedroht. Daher müssen demokratische Staaten autoritären Kräften eine entschlossene Antwort entgegensetzen, die jedoch die Tür für eine Zusammenarbeit offen lässt.
Wo ist die Politik geblieben?
Ein Mangel an Visionen unserer Führungskräfte
Ein Autoritarismus ist nicht effektiv.
Man kann sich über die Ergebnisse der Bundestagswahlen in diesem Herbst freuen oder traurig sein, je nachdem, welche Empfindungen man hat. Allerdings kann man.
Der europäische Wettbewerb für philosophische Lieder der Lausanner Künstler Massimo Furlan und Claire de Ribaupierre, der als erstes großes Ereignis der diesjährigen Theatersaison in Vidy angekündigt wurde, soll die Philosophie auf der Bühne vertonen und so zu kritischem Denken anregen. Obwohl die Aufführung ein Meisterwerk der Inszenierung ist, scheint das Denken wenig präsent zu sein, ja sogar von der Form der Performance absorbiert zu werden, so dass man nicht umhin kann, sich manchmal zu fragen, wie der Song der Pixies: Where Is My Mind?
Les lundis de l'actualité – Clément Guntern La semaine dernière et celle d’avant, environ deux mille citoyens russes ont été...
Unter der Ägide von Eris, der Göttin der Zwietracht, des Streits und der Rivalität, kam der Bossuet der Gerichte in das Auditorium B der Universität Freiburg. Ein muskulöser Vortrag, der Kontroversen, die Bewunderung der einen und die Wut der anderen hervorrief.