Mikhail Bulgakov: Mensch und Künstler
Le Regard Libre Nr. 66 - Jérémy Berthoud
Während die Debatte über die Unterscheidung zwischen Mensch und Künstler tobt, scheint die Beschäftigung mit Michail Bulgakows 1937 erschienenem Theaterroman nicht aus der Zeit gefallen zu sein. In diesem Buch erzählt der Autor auf fast autobiografische Weise, mit Sarkasmus und gespielter Naivität, von dem Epos, das das Schreiben, die Veröffentlichung und die Adaption seines ersten Romans als Theaterstück darstellte.
Michail Afanasjewitsch Bulgakow (1891–1940) gehört zu jenen Autoren, die sich nie auf ein einziges Genre beschränkt haben, wie schon der Titel „Der Theaterroman“ beweist. Romane, Erzählungen, Theaterstücke – es wäre mühsam, sie alle aufzuzählen. Zum besseren Verständnis des hier behandelten Werks seien sein erster Roman „Die weiße Garde“ (1925) und die Theateradaption davon erwähnt, die
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