Les bouquins du mardi - Loris S. Musumeci «Il faudrait désormais vivre clandestinement chez mes parents, orphelin quoiqu’en leur compagnie....
Das Land aus Eis und Feuer - so lautet die gängige Bezeichnung für das Land am Rande Europas, das lange Zeit als unwirtliches Land am Rande der Welt galt. Seit einigen Jahren gibt es auf Instagram unzählige Fotos von Islands Naturschönheiten: Wasserfälle, Gletscher, schwarze Sandstrände und Vulkane, aber auch unbewohnte Heidelandschaften, die mal grün, mal kahl und trostlos sind. Doch diese romantische Definition eines Landes, in dem sich die gegensätzlichen Elemente einen endlosen Kampf liefern, um eine ursprüngliche Natur zu schaffen, kann nicht wirklich erfassen, was Island zu einem wahren Juwel der europäischen Kultur macht. Europäisch, ja, denn trotz einer gewissen Nähe zum nordamerikanischen Kontinent hat das Land mit all seinen Wurzeln nie aufgehört, ein Land des alten Europas zu sein.
Im Vorwort erfährt man, wie es zu diesem Projekt kam und welche Vorgaben und Beschränkungen den verschiedenen Autoren auferlegt wurden, die sich an dem Spiel beteiligten: eine Beschreibung einer imaginären Person, die an sechs verschiedene Persönlichkeiten weitergegeben wurde.
Bleu Calypso, ein Krimi, der in einer Hütte südlich von Montpellier geschrieben wurde und dort auch spielt, ist eine einzigartige Mischung aus köstlichen Beschreibungen und überraschenden Wendungen. In einer Mischung aus wildem Leben und dynamischen Ermittlungen geht es darum, den Fischer Niels dabei zu begleiten, wie er in die Tiefen einer Mordserie abtaucht. Ein bisschen gegen seinen Willen und ein bisschen trotz des Mangels an Subtilität seiner Figur.
Der Schweizer Journalist Jacques Pilet hat letzten Monat seinen zweiten Roman Hôtel Belvédère im Verlag Editions de l'Aire veröffentlicht. Bei der Lektüre tauchen wir in die Schweiz des Jahres 1914 ein. Inmitten eines Europas, das in Flammen steht, entdeckt der junge Bauernsohn Jules aus Vevey die Liebe zu einer russischen Studentin und beschließt, nach Afrika zu gehen. Eine packende Erzählung, die uns mittels einer sympathischen Geschichte von der tragischen Geschichte berichtet.
Literatur und Fotografie haben sich oft zusammengeschlossen, um hybride Werke zu schaffen. Vom berühmten Werk „Bruges-la-Morte“ des belgischen Schriftstellers Georges Rodenbach bis hin zu „La Chambre claire“ von Roland Barthes haben Fotografien Texte häufig begleitet, um sie zu illustrieren oder alternative Lesarten anzubieten. Heute lädt Sie „Le Regard Libre“ zu einem Einblick in „C’est la lutte finale“ ein, ein Fotobuch über das 19. Genfer Kantonale Schwingfest, um Ihnen diesen Sport anhand von Texten und Bildern näherzubringen.
Die französische Fernsehmoderatorin und Schriftstellerin Elisabeth Quin hat ihr neuestes Buch, das Anfang 2019 erscheint, einer Hölle gewidmet, die sie selbst durchlebt: dem Verlust des Augenlichts. Dieses äußerst sensible Buchjuwel hat vor allem eine große Tugend: die direkte Wahrheit der Empfindungen.
Ohne Angst und ohne Vorwurf zeichnet Jean-Michel Olivier dreizehn subjektive Porträts von Persönlichkeiten, die heute Geister sind. Marc Jurt, René Feurer, Simone...
Melanie ist einundzwanzig und ihre Eltern haben sich gemeinsam für den assistierten Suizid entschieden, nachdem Monsieur an Krebs erkrankt war und Madame nicht mehr ohne ihn weiterleben konnte. Vor dem Hintergrund von Radio Nostalgie, das in dem Lausanner Abschlagraum, in dem sie als Kellnerin arbeitet, läuft, versucht Melanie zu trauern. Sie versucht, es zu versuchen - was keine leichte Aufgabe ist. Alles verweist sie nun auf Totes oder Untotes. Die Stadt ist von Geistern bevölkert, genau die Geister, die das Mädchen, das sie einst war, in ihren Nächten abwehrte. Sie beginnt eine Beziehung mit einem jungen Mann namens David, der ihr in gewisser Weise als Spiegel und Heiler dient.