Im Schatten des Trumpismus gewinnt ein ideologischer Nebel aus Ablehnung der Demokratie und Faszination für die Technologie an Sichtbarkeit. In Die dunklen Lichter entschlüsselt der Politologe Arnaud Miranda diese noch unklare, aber bereits einflussreiche Neoreaktion.
In «Afrika gegen die Demokratie» räumt der senegalesische Journalist Ousmane Ndiaye mit einem immer weiter verbreiteten Narrativ auf: dem eines Kontinents, der angeblich mit der Demokratie unvereinbar ist. Eine energische Untersuchung über eine Idee, die zum Alibi der neuen Autoritarismen geworden ist.
Peggy Sastre und Leonardo Orlando prangern die akademische und mediale Omertà an, die heute die Unterschiede zwischen Männern und Frauen umgibt. Auf der Grundlage jahrzehntelanger wissenschaftlicher Forschung plädieren sie für eine Rückkehr zu einer auf Fakten beruhenden Debatte.
Indem er das «Ich» und das «Wir» einander gegenüberstellt, bietet François Huguenin einen anspruchsvollen Durchgang durch die Geschichte des westlichen politischen Denkens. Eine ehrgeizige Synthese, die dazu auffordert, die zeitgenössischen Spaltungen zu überwinden, ohne ideologischen Abkürzungen nachzugeben.
Entgegen der landläufigen Meinung ist die Schuluniform weder ein autoritäres Überbleibsel noch ein rückwärtsgewandtes Symbol. Wie Jean-Claude Kaufmann zeigt, offenbart sie vielmehr unser empfindliches Gleichgewicht zwischen Gleichheit, Freiheit und kollektivem Sinn.
Obwohl es «L'Ere Milei» des Ökonomen Philipp Bagus manchmal an kritischer Distanz zu seinem Thema mangelt, hat dieses Buch das große Verdienst, den Aufstieg des argentinischen Präsidenten in das Grundlegendste der Politik zu stellen: den Kampf der Ideen.
In ihrem jüngsten Buch, das im Verlag Editions du Cerf erschienen ist, dokumentieren Michel Sandrin und Victor Lefebvre die militante Ausrichtung der Online-Enzyklopädie. Auch die Funktionsweise der Plattform wird erläutert.
In seinem Essay über das Lachen, der im Verlag Editions de l'Observatoire erschienen ist, untersucht der ehemalige Direktor von «Charlie Hebdo» und France Inter, was uns diese menschliche Kunst über den Wert des Staunens sagt. Lesenswert.
Warum werden einige Nationen reicher, während andere stagnieren oder zurückgehen? Zwei zeitgenössische Sichtweisen versuchen, diese entscheidende Frage zu beantworten. Eine davon wird in einem kürzlich auf Deutsch erschienenen Buch von Deirdre McCloskey und Art Carden erläutert.