Ein Europa, das seine Wurzeln immer wieder in Frage stellt
Was wäre, wenn Europa in dem in der Renaissance entstandenen Antagonismus zwischen der christlichen und der wissenschaftlichen Weltanschauung bestünde? Dieser Gegensatz war in den verschiedenen Epochen immer in unterschiedlicher Form präsent. Heute wird er auf einer neuen Ebene ausgetragen: Einige behaupten, dass eine materialistische Weltanschauung angesichts der heutigen physikalischen Theorien nicht mehr möglich sei.
Was ist Europa? Angesichts dieser Frage verweisen einige schnell auf seine christlichen Wurzeln, während viele sich mit diesem Bezug unwohl fühlen und ihn dem Humanismus oder der Aufklärung vorziehen. Hinzu kommt, dass einige atheistische Denker des 19. und 20. Jahrhunderts untrennbar mit dem europäischen Erbe verbunden zu sein scheinen. Auf den ersten Blick würde das, was man als europäischen Geist bezeichnen könnte, also nicht existieren.
Diese Schwierigkeit zeigt sich übrigens auch in der Unmöglichkeit, sich
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