Mit seiner prägnanten Biografie erweckt James Lyon Hermann Suter (1870-1926), eine wichtige Figur der Schweizer Musik, wieder zum Leben. Er enthüllt einen einzigartigen Komponisten, dessen Werk und Leben von einem gemeinsamen Geist der Freiheit und Erfüllung zeugen.
Der Illiberalismus hat sich als eines der am häufigsten verwendeten Konzepte etabliert, um über den Wandel der westlichen Rechten nachzudenken. In einem kürzlich erschienenen Essay versucht Raphaël Demias-Morisset, die intellektuellen Konturen dieses Begriffs und die politischen Traditionen, die er zu umfassen vorgibt, nachzuzeichnen.
Die Reihe «Presto» beleuchtet Henri Gagnebin, eine polymorphe Figur in der helvetischen Musiklandschaft. Yves Gerhard liefert ein dichtes Porträt eines einflussreichen Schöpfers, Pädagogen und Denkers, dessen Werk und Wirken am Konservatorium eine aufmerksame Wiederentdeckung verdient.
Im Schatten des Trumpismus gewinnt ein ideologischer Nebel aus Ablehnung der Demokratie und Faszination für die Technologie an Sichtbarkeit. In Die dunklen Lichter entschlüsselt der Politologe Arnaud Miranda diese noch unklare, aber bereits einflussreiche Neoreaktion.
In «Afrika gegen die Demokratie» räumt der senegalesische Journalist Ousmane Ndiaye mit einem immer weiter verbreiteten Narrativ auf: dem eines Kontinents, der angeblich mit der Demokratie unvereinbar ist. Eine energische Untersuchung über eine Idee, die zum Alibi der neuen Autoritarismen geworden ist.
Jean-Claude Kaufmann, Samuel Fitoussi, Mourad Winter und das Duo Peggy Sastre und Leonardo Orlando haben Werke verfasst, die in diesem Jahr erschienen oder neu aufgelegt wurden und die das Team von «Regard Libre» nicht unberührt ließen.
Indem er das «Ich» und das «Wir» einander gegenüberstellt, bietet François Huguenin einen anspruchsvollen Durchgang durch die Geschichte des westlichen politischen Denkens. Eine ehrgeizige Synthese, die dazu auffordert, die zeitgenössischen Spaltungen zu überwinden, ohne ideologischen Abkürzungen nachzugeben.
Entgegen der landläufigen Meinung ist die Schuluniform weder ein autoritäres Überbleibsel noch ein rückwärtsgewandtes Symbol. Wie Jean-Claude Kaufmann zeigt, offenbart sie vielmehr unser empfindliches Gleichgewicht zwischen Gleichheit, Freiheit und kollektivem Sinn.
Obwohl es «L'Ere Milei» des Ökonomen Philipp Bagus manchmal an kritischer Distanz zu seinem Thema mangelt, hat dieses Buch das große Verdienst, den Aufstieg des argentinischen Präsidenten in das Grundlegendste der Politik zu stellen: den Kampf der Ideen.